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10.02.2017

27. Februar - Energieberatung der Verbraucherzentrale

Leistung verbessern, Verbrauch senken, Förderprogramme nutzen
Verbraucherzentrale

Leistung verbessern, Verbrauch senken, Förderprogramme nutzen
Viele Heizungsanlagen arbeiten ineffizient – sie verbrauchen zu viel und bescheren ihrem Besitzer unnötig hohe Heizkosten. Glücklicherweise sind häufig keine großen Investitionen erforderlich, um Brennstoffverbrauch und Kosten spürbar zu senken. Dipl.-Ing. Jürgen Tiedge, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, stellt die wichtigsten Stellschrauben vor:
Heizungswasser zu warm:
„Ist das Heizwasser wärmer als nötig, kann es auf seiner Tour durchs System gar nicht genug Wärme abgeben – die Heizkörper werden also sehr heiß, und das Heizwasser ist noch viel zu warm, wenn es in den Kessel zurückströmt. Die Räume sind zwar schön warm, allerdings verbraucht das System unnötig viel Energie“, erläutert Jürgen Tiedge. Besserung verspricht eine Veränderung der Heizkurve an der Heizungsregelung, durch die die Systemtemperaturen abgesenkt werden. Er betont: „Durch diese Anpassung kühlen sich nicht die Räume ab, sondern nur die überheißen Heizkörper.“
Dämmung der Rohrleitungen:
Heizungsrohre, die durch unbeheizte Räume führen, zum Beispiel auf dem Dachboden oder im Keller, müssen gedämmt sein, sonst geht sehr viel Wärme verloren. Die Dämmung lässt sich auch nachträglich meist leicht anbringen – sie ist sogar in der Energieeinsparverordnung vorgeschrieben. „Die Dämmung sollte dabei etwa so dick sein wie das Rohr selbst“, sagt Jürgen Tiedge.
Verteilung des Heizungswassers:
Häufig werden manche Heizkörper im Heizsystem viel zu warm, typischerweise im Erdgeschoss, andere hingegen nicht warm genug – häufig in den Obergeschossen. Abhilfe bringt der sogenannte hydraulische Abgleich. „Hier werden die Thermostatventile an den einzelnen Heizkörpern so eingestellt, dass durch jeden Heizkörper genau so viel Heizungswasser fließt, wie benötigt wird, um den Raum zu heizen – nicht weniger, aber auch nicht mehr“, erläutert Jürgen Tiedge. „Die Wärme wird also optimal verteilt. Eventuell müssen dafür vorhandene Thermostatventile ausgetauscht oder nachgerüstet werden.“
Heizungspumpe: „Nicht allen Heizungsbesitzern ist bewusst, dass ihre Anlage nicht nur Brennstoff, sondern auch Strom verbraucht“, erklärt Jürgen Tiedge. Vor allem alte Heizungspumpen sind wahre Stromfresser. Der Wechsel auf eine Hocheffizienzpumpe kann den Stromverbrauch um mehr als die Hälfte verringern. Tiedge rät: „Gleichzeitig mit dem Pumpentausch ist es in vielen Fällen angeraten, einen hydraulischen Abgleich durchzuführen und so die Verteilung des Heizwassers zu verbessern.“
Förderprogramme: Seit August 2016 fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle den Heizungspumpentausch und den hydraulischen Abgleich sowie alle dafür erforderlichen Komponenten mit Zuschüssen. Die Einstellung der Heizkurve durch einen Fachmann ist ebenfalls förderfähig. Die Förderhöhe beträgt 30 Prozent der Nettoinvestition, höchstens 25.000 Euro je Standort. Wie bei der Antragstellung zu verfahren ist, können Interessierte bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale erfahren. Einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Heizungsanlage und Tipps für ihre Optimierung bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale.
In Schleswig findet diese montags in der Kreisverwaltung, Raum 340, Flensburger Str. 7, statt. Der nächste Termin ist am 27. Februar und muss unter 04621-87662 (Kreisverwaltung) oder 0431-59099-40 vereinbart werden.
Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.