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Kreis Schleswig-Flensburg - der familienfreundliche Kreis

Frühe Hilfen

Themenschwerpunkte

Frühe Hilfen zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung wollen frühe Hilfen insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von (werdenden) Müttern und Vätern leisten. Damit tragen sie maßgeblich zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und sichern deren Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe.

Frühe Hilfen umfassen vielfältige sowohl allgemeine als auch spezifische, aufeinander bezogene und einander ergänzende Angebote und Maßnahmen. Grundlegend sind Angebote, die sich an alle (werdenden) Eltern mit ihren Kindern im Sinne der Gesundheitsförderung richten (universelle/primäre Prävention). Darüber hinaus wenden sich frühe Hilfen insbesondere an Familien in Problemlagen (selektive/sekundäre Prävention).

Frühe Hilfen tragen in der Arbeit mit den Familien dazu bei, dass Risiken für das Wohl und die Entwicklung des Kindes frühzeitig wahrgenommen und reduziert werden. Wenn die Hilfen nicht ausreichen, eine Gefährdung des Kindeswohls abzuwenden, sorgen frühe Hilfen dafür, dass weitere Maßnahmen zum Schutz des Kindes ergriffen werden.

Frühe Hilfen basieren vor allem auf multiprofessioneller Kooperation, beziehen aber auch bürgerschaftliches Engagement und die Stärkung sozialer Netzwerke von Familien mit ein. Zentral für die praktische Umsetzung früher Hilfen ist deshalb eine enge Vernetzung und Kooperation von Institutionen und Angeboten aus den Bereichen der Schwangerschaftsberatung, des Gesundheitswesens, der interdisziplinären Frühförderung, der Kinder- und Jugendhilfe und weiterer sozialer Dienste.

Frühe Hilfen haben dabei sowohl das Ziel, die flächendeckende Versorgung von Familien mit bedarfsgerechten Unterstützungsangeboten voranzutreiben, als auch die Qualität der Versorgung zu verbessern."

Quelle: Wissenschaftlicher Beirat des NZFH 2009, www.fruehehilfen.de/

Aktuelle Aufgaben

  • Das Kindeswohl soll durch den präventiven Einsatz Früher Hilfen gesichert werden. Im Kreis Schleswig-Flensburg geschieht dies durch die Begleitung durch Familienhebammen bis ins erste Lebensjahr des Kindes, die Unterstützung der Familie durch Ehrenamtliche, die gezielte Abstimmung von Akteuren im Bereich Früher Hilfen im Rahmen von Netzwerken.
  • Ein Schwerpunkt ist die Verbesserung der Situation von Müttern mit Belastungsindikatoren, dies können z.b. junge Mütter oder Alleinerziehende sein.

Finanzielle Förderung

Finanzielle Mittel für Frühe Hilfen stehen aus Mitteln der der Bundesinitiative Frühe Hilfen, der Landesinitiative Schutzengel sowie kreiseigenen Mitteln zur Verfügung.

Rechtsgrundlage

Gesetzlicher Auftrag gem. Art. 1 § 3 KKG (Bundeskinderschutzgesetz)

Kontakt

Herr Günter Karstens »
Fachbereich Jugend und Familie - Jugendhilfeplanung

Telefon: 04621 48122-826
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Raum: 4 (EG)