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Kreis Schleswig-Flensburg - der familienfreundliche Kreis

Vormundschaft

Leistungsbeschreibung

Ein Vormund ist der gesetzliche Vertreter eines minderjährigen Mündels. Volljährige können in Deutschland seit 1992 nicht mehr entmündigt und unter Vormundschaft gestellt werden. Stattdessen kann das Gericht eine Betreuung anordnen.

Für ein minderjähriges Kind wird durch das Gericht ein Vormund bestellt,

  • wenn beide Elternteile sich nicht ausreichend um die Angelegenheiten Ihres Kindes kümmern können oder wollen. Den Eltern würde in diesem Fall die elterliche Sorge entzogen.
  • wenn beide sorgeberechtigten Eltern versterben beziehungsweise, sofern nur ein Elternteil sorgeberechtigt ist, wenn dieser stirbt.
  • wenn nicht festgestellt werden kann, wer die Eltern eines Kindes sind.

Zum Vormund kann eine bestimmte Person, ein Verein oder das örtliche Jugendamt bestellt werden. Die Eltern können durch letztwillige Verfügung bestimmen, zu wem im Falle eines frühen Todes die Kinder kommen sollen. Im Übrigen wird der Vormund von dem zuständigen Familiengericht bestellt.

Der Vormund hat das Recht und die Pflicht, für die Person und das Vermögen des Mündels zu sorgen, insbesondere das Mündel zu vertreten. Er stellt zum Beispiel Anträge bei Behörden, führt Klagen, erteilt Operationseinwilligungen und verwaltet dessen Vermögen. Der Vormund entscheidet auch, wo das Kind lebt und welche Schule es besucht.

Der Vormund benötigt für zahlreiche Rechtshandlungen die Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes. Er hat dem Gericht gegenüber regelmäßig zu berichten und die Vermögensverwaltung nachzuweisen.

An wen muss ich mich wenden?

An den Kreis oder die kreisfreie Stadt (Jugendamt).

Unter den nachfolgend aufgeführten Telefonnummern finden Sie die Ansprechpartner zu dem Aufgabenbereich.

Name

Telefon

Raum

Frau Ewald

04621 48122-857

0.05a

Frau Freudenberg

04621 48122-851

0.14

Frau Hansen

04621 48122-856

0.06

Herr Lehmann

04621 48122-840

0.05
Frau Marxen 04621 48122-850 0.13

Frau Völkert

04621 48122-852

0.10

Die Mitarbeiter können Ihnen behilflich sein bei der Einrichtung von Beistandschaften, der Vaterschaftsfeststellung, der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen sowie der Beurkundung von Sorgeerklärungen.
Dazu kommen dann noch die Amtsvormundschaften sowie Beurkundungen in Familienrechtssachen.
Für die Erledigung dieser Aufgaben ist es erforderlich, dass Sie Unterlagen und Nachweise beibringen , die im Nachfolgenden zu Ihrem jeweiligen Anliegen explizit aufgeführt sind.

Genauere Auskünfte können mithilfe eines vorherigen Gesprächs mit dem jeweiligen Mitarbeiter eingeholt werden.

Beistandschaften

– sofern Probleme bei der Vaterschaftsfeststellung und/oder Geltendmachung des Unterhalts auftreten, kann der Elternteil, dem für den Aufgabenkreis der beantragten Beistandschaft die alleinige elterliche Sorge zusteht oder zustünde, oder in dessen Obhut sich das Kind befindet, beim hiesigen Kreisjugendamt die Einrichtung einer Beistandschaft beantragen.

Zu beachten ist / folgende Unterlagen sind erforderlich:

  • nach vorheriger telefonischer Terminabsprache das persönliche Gespräch im Jugendamt
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Urkunde bzw. Urteil über Vaterschaftsanerkennung
  • gegebenenfalls Scheidungsurteil
  • gegebenenfalls bestehender Unterhaltstitel (Urkunde / Urteil / Beschluss / Vergleich über die Höhe des festgesetzten Unterhalts)
  • gegebenenfalls Schreiben des Rechtsanwalts, soweit dieser bereits tätig gewesen ist

Vaterschaftsfeststellung

– mit der Geburt eines nicht ehelich geborenen Kindes ist die Vaterschaft zu klären. Diese kann freiwillig und kostenlos mit den Eltern beim Jugendamt beurkundet werden. Bestehen Zweifel an der Vaterschaft muss ein Gerichtsverfahren beim zuständigen Familiengericht eingeleitet werden ( siehe oben Beistandschaft). Nur durch die freiwillige Beurkundung beziehungsweise die gerichtliche Klärung wird ein Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Kind und seinem Vater begründet.

Sollte eine gerichtliche Vertretung erforderlich werden, übernimmt das Jugendamt auch die gerichtliche Vertretung des Kindes.

Zu beachten ist / folgende Unterlagen sind erforderlich:

  • nach vorheriger telefonischer Terminabsprache das persönliche Gespräch im Jugendamt
  • Geburtsurkunde des Kindes / Mutterpass

Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen – grundsätzlich kann ein Kind von dem Elternteil, mit dem es nicht in einem gemeinsamen Haushalt lebt, Unterhalt verlangen. Die Höhe dieses Unterhalts richtet sich nach den finanziellen und persönlichen Verhältnissen des bar unterhaltspflichtigen Elternteils.
Um den Unterhaltsanspruch des Kindes auch für die Zukunft sicher zu stellen empfiehlt es sich, diesen durch das Jugendamt berechnen und kostenfrei in Form einer vollstreckbaren Urkunde festsetzen zu lassen (siehe auch hierzu Beistandschaft).

Zu beachten ist / folgenden Unterlagen sind erforderlich:

  • nach vorheriger telefonischer Terminabsprache das persönliche Gespräch im Jugendamt
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • gegebenenfalls Scheidungsurteil
  • gegebenenfalls bestehender Unterhaltstitel ( Urkunde / Urteil / Beschluss / Vergleich) über die Höhe des festgesetzten Unterhalts

Beurkundung von Sorgeerklärungen

– bei nichtehelich geborenen Kindern hat grundsätzlich die Mutter die alleinige elterliche Sorge über das Kind. Die Eltern können jedoch die gemeinsame elterliche Sorge über ihr Kind ausüben, wenn hierüber eine so genannte "Sorgeerklärung" abgegeben wird.
Diese "Sorgeerklärung" kann kostenfrei beim Jugendamt beurkundet werden. Eine "Sorgeerklärung" kann nur einmal abgegeben werden.

Zu beachten ist / folgende Unterlagen sind erforderlich:

  • nach vorheriger telefonischer Terminabsprache das persönliche Gespräch im Jugendamt
  • gegebenenfalls Geburtsurkunde des Kindes
  • Personalausweis bzw. Reisepass
  • Nachweis über die Vaterschaftsanerkennung (Urkunde, Urteil)

Amtsvormundschaft

– ein Minderjähriger erhält einen Vormund, wenn er nicht unter elterlicher Sorge steht oder wenn die Eltern weder in den die Person noch in den das Vermögen betreffenden Angelegenheiten zur Vertretung des Minderjährigen berechtigt sind.
Gleichzeitig übernimmt das Jugendamt die gesetzliche Vertretung (Vermögens- und Personensorge) über einen Minderjährigen nach Bestellung durch das Vormundschaftsgericht.
Entbindet eine minderjährige Mutter ein nichtehelich geborenes Kind, tritt die gesetzliche Vormundschaft des Jugendamtes automatisch ein. Diese gilt bis zur Volljährigkeit der Mutter.

Beurkundung in Familienrechtssachen

– neben der bereits angeführten Beurkundung der "Sorgeerklärung" beurkundet das Jugendamt auch kostenfrei Unterhaltsurkunden für anstehende oder laufende gerichtliche Verfahren, die durch beauftragte Anwälte geführt werden.
Gleiches gilt für die Beurkundung der Vaterschaftsanerkennung sowie entsprechender Zustimmungserklärungen aller Beteiligten im Falle einer beabsichtigten Scheidung eine Ehepaares, und die Ehefrau ein Kind von ihrem neuen Lebenspartner geboren hat.
Was sollte ich noch wissen?

Informationen zu Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie zu den Jugendämtern in Schleswig-Holstein finden Sie auch auf den Internetseiten der Landesregierung Schleswig-Holstein.

Rechtsgrundlage

§§ 1773 ff. Bürgerliches Gesetzbuch.

Zuständig

Kreis Schleswig-Flensburg 
Betreuung

Moltkestraße 25
24837 Schleswig
Telefon: 04621 48122-830
Fax: 04621 48122-895

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Kontakt

Frau Maryam Völkert

Amtsvormundschaften

Telefon: 04621 48122-852
Fax: 04621 48122-895
E-Mail oder Kontaktformular
Raum: 0.10

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