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Kreis Schleswig-Flensburg - der familienfreundliche Kreis

irrinnig menschlich

Seit drei Jahren wird im Gesundheitsamt des Kreises Schleswig-Flensburg das Jugendprojekt in Schulen selbstständig durchgeführt. Das Team besteht aus einer Fachärztin für Kinder-und Jugendpsychiatrie, einer im psychiatrischen Bereich weitergebildeten Arzthelferin (beide hauptamtlich) sowie fünf ehrenamtlich Tätigen. Der Träger des Projektes ist der Verein Irrrsing Menschlich e.V. (www.irrsinnig-menschlich.de). Ziel ist es, die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu fördern, die Gesundung seelisch erkrankter Menschen zu unterstützen, gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen zu kämpfen und sich für einen aufgeklärten und offenen Umgang mit der Ressource und dem Schatz seelischer Gesundheit einzusetzen.

Zielgruppen

  • Schülerinnen und Schüler, Alter zwischen 14 und 25 Jahren aller Schultypen
  • Lehrkräfte, SchulsozialarbeiterInnen, Eltern, Fachleute in Verbänden, Vereinen und Ämtern auf kommunaler und landesweiter Ebene.

Das gesellschaftliche Problem

Zwischen 20 und 30 Prozent der Heranwachsenden in Deutschland gelten als psychisch auffällig. Über sechs Millionen Kinder leben mit psychisch- und/oder suchtkranken Eltern zusammen. Die KIGGS-Studie von 2007 konnte erstmals den Zusammenhang von Armut und schlechterem Gesundheitszustand bei Kindern wissenschaftlich nachweisen. Die sozialen und volkswirtschaftlichen Kosten sind für unsere Gesellschaft immens.

Der Lösungs- und Wirkungsansatz

Bei "Irrsinnig menschlich" handelt sich um ein einfaches, lebensnahes und wirksames Projekt der Prävention und Gesundheitsförderung für Heranwachsende. Der Wirkungsansatz der Arbeit von Irrsinnig Menschlich e.V. liegt in der Begegnung von Schülerinnen und Schülern mit Menschen, die Erfahrungen mit psychischen Gesundheitsproblemen und Gesundung  haben, den „ExpertInnen in eigener Sache“ und Menschen, die professionell auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit arbeiten. Sie alle engagieren sich als Team im Schulprojekt und machen SchülerInnen und Lehrkräften Mut, das Leben mit allen Höhen und Tiefen zu meistern.

Die Evaluationen 2001, 2006 und 2011 (alle Universität Leipzig) weisen die Wirksamkeit des Ansatzes deutlich nach. Seit 2006 sind 45 Regionalgruppen in fast allen Bundesländern entstanden, die das Projekt in den Schulen ihrer Region selbstständig durchführen.