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Kreis Schleswig-Flensburg - der familienfreundliche Kreis

DAS ESF-Bundesprogramm FÜR LANGZEITARBEITSLOSE LEISTUNGSBERECHTIGTE

Das Jobcenter des Kreises Schleswig-Flensburg erhielt im April 2015 den Zuwendungsbescheid für das durch den Europäischen Sozialfonds für Deutschland (ESF) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte ESF-Bundesprogramm für langzeitarbeitslose Leistungsberechtigte. Im Durchführungszeitraum vom 01. Mai 2015 bis zum 30. April 2020 können somit insgesamt 60 langzeitarbeitslose Leistungsberechtigte nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) den Wiedereinstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt erreichen.

Erklärtes Ziel des Programms ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Gruppe der langzeitarbeitslosen Leistungsberechtigten in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren und durch eine konsequente Nachsorge für eine stabile, dauerhafte Beschäftigung zu sorgen. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen VOR und NACH Aufnahme der Beschäftigung sowohl die gezielte Ansprache und Beratung von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern durch einen Betriebsakquisiteur als auch eine intensive Betreuung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Coaches und arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen im Mittelpunkt des Programms. Ergänzend hierzu sind auf den Einzelfall bezogen auch Förderungen z. B. in Form von Mobilitätshilfen möglich.

In einem zu Beginn der Beschäftigung zwischen Arbeitgeber, Betriebsakquisiteur, Coach und Teilnehmerin oder Teilnehmer vereinbarten Förderplan werden u. a. Coachinginhalte und -intensität sowie ggf. notwendige arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen festgelegt, um die Beschäftigungsverhältnisse zu stabilisieren und eine über die Förderdauer des ESF-Programms hinweg erfolgreiche Integration zu ermöglichen. Hierfür steht der Coach in sehr engem Kontakt mit der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber und dem oder der im Rahmen des ESF-Programms eingestellten Langzeitarbeitslosen und ist regelmäßig vor Ort. Der Coach kennt somit die Arbeitsanforderungen und sieht im realen Arbeitsprozess, ob der eingemündete Teilnehmende vor Schwierigkeiten steht, die im Rahmen des Coachings oder über eine Qualifizierung abgebaut werden müssen.

Der am Anfang der Beschäftigung erhöhte Einarbeitungsaufwand sowie das anfänglich noch auszubauende Leistungsvermögen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber mittels eines degressiv gestalteten Lohnkostenzuschusses ausgeglichen.

Voraussetzung für eine Förderung über das ESF-Programm sind sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens 20 Stunden und mindestens über einen Zeitraum von 24 Monaten geschlossene Arbeitsverträge.

Dabei unterscheidet das Programm zwischen zwei Gruppen, die gefördert werden können:

1. Normalförderung

Unter die Normalförderung fallen alle Kundinnen und Kunden des Jobcenters, die mindestens zwei Jahre ohne Unterbrechung arbeitslos sind und das 35. Lebensjahr vollendet haben. Sie dürfen über keinen verwertbaren Berufsabschluss verfügen und auf anderem Wege nicht erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln sein.

 2. Intensivförderung

Für die Intensivförderung kommen hingegen nur Kundinnen und Kunden des Jobcenters infrage, die mindestens fünf Jahren arbeitslos sind und zusätzlich zu den Voraussetzungen der Normalförderung noch mindestens ein weiteres Vermittlungshemmnis aufweisen.

Von den insgesamt 60 geplanten Integrationen sind 48 für den Bereich der Normalförderung und zwölf für den Bereich der Intensivförderung eingeplant.

Die Teilnahme am ESF-Programm ist für alle langzeitarbeitslosen Kundinnen und Kunden des Jobcenters absolut freiwillig.

Das „Programm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

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