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Kreis Schleswig-Flensburg - der familienfreundliche Kreis

Wohngeld

Allgemeine Informationen/Was ist das?

Wohnen kostet Geld – oft zuviel für den, der ein geringes Einkommen hat. Deshalb leistet der Staat in solchen Fällen finanzielle Hilfe: das Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz (WoGG). Es wird als Zuschuss gewährt. 

Diesen Zuschuss gibt es als        

  • Mietzuschuss für Mieter/innen einer Wohnung oder eines Zimmers,
  • Lastenzuschuss für den Eigentümer eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung.

Anspruchsvoraussetzungen und rechtliche Grundlagen

Ob Sie Wohngeld in Anspruch nehmen können und in welcher Höhe, hängt von drei Faktoren ab:

  1. der Zahl der zu Ihrem Haushalt gehörenden Familienmitglieder, 
  2. der Höhe des Einkommens der zu Ihrem Haushalt gehörenden Familienmitgliedern,
  3. der Höhe der zuschussfähigen Miete beziehungsweise Belastung.
Für die zuschussfähigen Unterkunftsaufwendungen gelten nach § 12 WoGG bestimmte Höchstbeträge, die abhängig sind von der Mietstufe der jeweiligen Gemeinde und von der Anzahl der Haushaltsmitglieder. Liegen also die tatsächlichen Unterkunftskosten über dem gültigen Höchstbetrag, so wird der Höchstbetrag zur Berechnung des Wohngeldes herangezogen.

Bitte beachten Sie:

Keinen Anspruch auf Wohngeld haben grundsätzlich Empfänger folgender Transferleistungen:

  • Arbeitslosengeld II und Sozialgeld nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch 
  • Hilfe zum Lebensunterhalt (Sozialhilfe) nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch 
  • Leistungen der ergänzenden Hilfe zum Lebensunterhalt oder anderen Hilfen, die den Lebensunterhalt umfassen, nach dem Bundesversorgungsgesetz 
  • Leistungen in besonderen Fällen und Grundsicherungsleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz 
  • Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch, wenn in dem Haushalt ausschließlich Empfänger dieser Leistung leben

 

Weiterhin haben

  • alleinstehende Auszubildende bei der Erstausbildung 
  • alleinstehende Wehrdienstleistende 

keinen Anspruch auf Wohngeld.

Wohngeld wird nur auf Antrag und bei Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen gewährt. Alle Vordrucke erhalten Sie bei der Wohngeldstelle in Ihrem zuständigen Sozialzentrum.

Lassen Sie sich bitte nicht abschrecken von diesen etwas komplizierten Regelungen. Die Wohngeldstelle kann Ihnen auf Anfrage mitteilen, ob
und gegebenenfalls in welcher Höhe Sie Wohngeld beanspruchen können.
Außerdem wird man Ihnen auf Wunsch beim Ausfüllen der notwendigen Vordrucke behilflich sein.

Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur ( BMVI) hat ebenfalls umfangreiche Informationen (Hinweise mit Berechnungsbeispielen, häufig gestellte Fragen mit Antworten, die Mietenstufen sowie die Wohngeldtabellen) eingestellt. Den Link zum BMVI sowie zum Wohngeldgesetz finden Sie ebenfalls im rechten Bereich.

Antragstellung

Antragsformulare

  1. Leistungsantrag Mietzuschuss [PDF: 96 KB]
  2. Merkblatt zum Leistungsantrag auf Mietzuschuss [PDF: 50 KB]
  3. Leistungsantrag auf Lastenzuschuss [PDF: 96 KB]
  4. Merkblatt zum Leistungsantrag auf Lastenzuschuss [PDF: 47 KB]

Anlagen:

  1. Vermögenserklärung zum Wohngeldantrag [PDF: 17 KB]
  2. Bei Aufwendungen zur Erfüllung von gesetzlichen Unterhaltsverpflichtungen [PDF: 25 KB]
  3. Bei (Unter-) Vermietungen [PDF: 34 KB]
  4. Fragebogen für Studenten und Auszubildende [PDF: 34 KB]
  5. Entscheidungshilfe zum Mittelpunkt der Lebensbeziehungen (§ 5 Abs. 1 WoGG) [PDF: 22 KB]

Was Sie für einen Antrag brauchen:

Je nach Einzelfall werden unterschiedliche Unterlagen zur Bearbeitung Ihres Wohngeldantrages benötigt. Alle Angaben, die Sie im Wohngeldantragsformular ausfüllen, sind durch entsprechende Nachweise zu belegen.

Folgende Unterlagen werden grundsätzlich benötigt:
  • Mietbescheinigung bei Mietwohnungen [PDF: 27 KB] bzw.
  • Fremdmittelbescheinigung bei Eigenheimen [PDF: 37 KB]  bzw. Darlehensverträge mit Jahreskontoauszügen
  • Einkommensnachweise(z.B. Verdienstbescheinigungen der letzten 12 Monate, Rentenbescheide,Einkommensteuerbescheid des letzten Kalenderjahres, Arbeitslosengeldbescheid Anlage - Verdienstbescheinigung [PDF: 50 KB] ,etc. ) 
  • gegebenenfalls Schwerbehindertenausweis, Nachweis über Pflegegeld 
  • gegebenenfalls Nachweis über gesetzliche Unterhaltsverpflichtungen
  • Schulbescheinigungen für Kinder ab 15 Jahren

Wenn innerhalb der letzten 12 Monate ein Umzug erfolgte, ist zusätzlich eine Negativbescheinigung der bisherigen Wohngeldbehörde erforderlich.

Sollten sich Änderungen in Ihren persönlichen und/oder wirtschaftlichen Verhältnissen ergeben, teilen Sie dies bitte mittels Veränderungsmitteilung [PDF: 32 KB] mit.

Zuständigkeiten und Ansprechpartner

Die Beratung und Antragstellung sowie die weitere Bearbeitung erfolgt in Ihrem zuständigen Sozialzentrum. Auch beantwortet Ihnen Ihr/e Ansprechpartner/in vor Ort Ihre Fragen im Zusammenhang mit dem Miet- oder Lastenzuschuss und ist Ihnen behilflich beim Ausfüllen der notwendigen Vordrucke.