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Kreis Schleswig-Flensburg - Eine starke Region

altlasten

Erfassung der altlastverdächtigen Flächen und Altlasten

Altlastverdächtige Flächen und Altlasten sind die Folgen des technischen und industriellen Fortschritts der letzten ca. 120 Jahre.
Sie sind durch den früher oft bedenkenlosen Umgang mit umweltgefährdenden Stoffen und Abfällen verursacht worden. Das Gefahrenpotenzial und die Folgen für Mensch und Umwelt wurden dabei oft nicht oder zu spät erkannt.
 
Nicht rechtzeitig erkannte Altlasten können die Umwelt erheblich schädigen. Hinzu kommen die finanziellen Risiken, beispielsweise beim Erwerb eines schadstoffbelasteten Grundstücks.
Die Kenntnis der altlastverdächtigen Flächen ermöglicht hier eine rechtzeitige Berücksichtigung, z. B. vor einem Grundstückserwerb, bei der Bauleitplanung durch die Gemeinde oder im Baugenehmigungsverfahren. Mögliche Gefahren für Mensch und Umwelt können gezielt ermittelt und durch geeignete Maßnahmen beseitigt werden.
 
Seit 1997 erfolgt daher, zunächst unterstützt durch ein Projekt des Landes Schleswig-Holstein, die systematische Erfassung der Altstandorte im Kreis Schleswig-Flensburg. Die Erfassung der Altablagerungen wurde bereits 1986 begonnen und ist weitgehend abgeschlossen.

Was sind altlastverdächtige Flächen und Altlasten?

Begriffserklärungen:

Altablagerungen sind stillgelegte Anlagen zum Ablagern von Abfällen sowie sonstige Flächen, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind (z.B. ehemalige Müllkippen, Gewerbegrundstücke, auf denen Produktionsrückstände abgelagert wurden).

Müllkippe in den 1970-er Jahren


Altstandorte sind Grundstücke stillgelegter Anlagen oder sonstige gewerblich genutzte Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen (z.B. Öle, Lösemittel, Säuren/Laugen) umgegangen worden ist (z.B. Tankstellen, Druckereien, Schlossereien, chemische Reinigungen).
 
Altlastverdächtige Flächen sind Altablagerungen und Altstandorte, bei denen der Verdacht besteht, dass schädliche Veränderungen der Umwelt (Boden, Wasser, Luft) oder sonstige Gefahren für den einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden.

Produktionsanlagen eines stillgelegten Industriebetriebes


Altlasten sind demzufolge Altablagerungen und Altstandorte, durch die schädliche Veränderungen der Umwelt (Boden, Wasser, Luft) oder sonstige Gefahren für den Einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden.
 
Altlastenbearbeitung
Die Kreise und kreisfreien Städte sind als untere Bodenschutzbehörde für die Bearbeitung der altlastverdächtigen Flächen und Altlasten zuständig. Gesetzliche Grundlage sind das Bundes-Bodenschutz- und das Landesbodenschutzgesetz.
 
Auf der Grundlage umfangreicher Aktenrecherchen erfolgt die Erfassung und Erstbewertung der altlastverdächtigen Flächen und Altlasten mit anschließender Aufnahme in das Altlastenkataster. Soweit erforderlich erfolgen auf diesen Flächen Untersuchungen zur Gefahrerforschung. Bestätigt sich der Gefahrverdacht, werden die erforderlichen Überwachungs- oder Sanierungsmaßnahmen angeordnet.

Kontakt

Frau Anette Jäger »
Abfall und Bodenschutz

Telefon: 04621 87-577
E-Mail oder Kontaktformular
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