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Kreis Schleswig-Flensburg - Eine starke Region

altlastenkataster

Im Kreis Schleswig-Flensburg werden systematisch Informationen über Grundstücke mit einer gewerblichen und umweltrelevanten Vornutzung erfasst und aufbereitet. Hierfür erfolgt die Auswertung von Adressbüchern, Gewerbemeldungen, Bauakten sowie von historischen Karten und Luftbildern. Die Informationen werden regelmäßig fortgeschrieben und aktualisiert.

Grundstücke, für die ein Altlastenverdacht ermittelt wurde, werden nach erfolgter Information der Grundstückseigentümer in das Altlastenkataster aufgenommen.

Nicht von jeder im Altlastenkataster erfassten Fläche geht eine Gefahr aus. Altablagerungen und Altstandorte können aber erheblichen Einfluss auf den Wert und die Nutzbarkeit der Grundstücke haben. Mit dem Erwerb von Grund und Boden übernimmt der Käufer auch die Verantwortung für das Grundstück. Ist das Grundstück mit Schadstoffen belastet, haftet neben dem Verursacher auch der Eigentümer für die Beseitigung der Umweltgefahren - mit allen damit verbundenen finanziellen Risiken. Vereinbarungen über die Haftung für Altlasten in zivilrechtlichen Verträgen haben hier keine Auswirkungen auf die Frage, wer nach dem Gesetz letztlich für die Altlast einzustehen hat.
 
Bei einem Grundstückskauf sollte immer die Frage nach der Vornutzung des Geländes gestellt werden. Wurde das Grundstück ehemals gewerblich oder industriell genutzt, sollte in jedem Fall, z. B. durch eine Auskunft aus dem Altlastenkataster, geklärt werden, ob für das Grundstück ein Altlastenverdacht besteht.
 
Besteht für ein Grundstück ein Altlastenverdacht, sollte die Durchführung einer orientierenden Bodenuntersuchung durch einen Sachverständigen erfolgen. So kann geklärt werden, ob und ggf. welche Maßnahmen, z. B. bei geplanten Bauvorhaben, erforderlich sind, um die „Altlastenproblematik“ angemessen zu berücksichtigen.  

Auskunft aus dem Altlastenkataster

Nach dem Informationszugangsgesetz für das Land Schleswig-Holstein (IZG-SH) hat jede Person ein Recht auf freien Zugang zu Umweltinformationen. Zum Schutz privater Belange ist dieses Recht allerdings eingeschränkt. Eine Auskunft aus dem Altlastenkataster kann daher nur an den Grundstückseigentümer oder mit dessen Zustimmung erteilt werden.

Um Missverständnisse oder Übermittlungsfehler zu vermeiden, ist die Anfrage schriftlich (z. B. auch per E-Mail) mit folgenden Angaben zu stellen:

  • Ort, Straße, Hausnummer
  • Gemarkung, Flur, Flurstück
  • Angabe zum Eigentümer und ggf. eine Einverständniserklärung des Eigentümers

Gebühren

Die Erteilung einer Altlastenkatasterauskunft ist gebührenpflichtig.

 

 

Kontakt

Frau Anette Jäger »
Abfall und Bodenschutz

Telefon: 04621 87-577
E-Mail oder Kontaktformular
Raum: 402