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Kreis Schleswig-Flensburg - der familienfreundliche Kreis

Grippeimpfung bei erwachsenen

Viele Erwachsene denken: Grippeimpfung? Habe ich doch noch nie gebraucht; mit einer Erkältung werde ich fertig.

Wenn die echte Virusgrippe (Influenza) eine einfache Erkältung wäre, die im Volksmund irrtümlicherweise manchmal „Grippe“ genannt wird, hätten alle, die so denken, vermutlich recht. Aber die Grippe ist eine wesentlich ernstere Erkrankung. Jedes Jahr im Winter werden durch die Grippe zwei bis fünf Millionen Arztbesuche notwendig und es sind vor allem ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen, die wegen einer Influenza ins Krankenhaus müssen oder sogar daran sterben. Aus diesem Grund sollten  Risikopersonen mit chronischen Erkrankungen und Menschen im Lebensalter über 60 Jahre auf jeden Fall geimpft werden.

Zudem wird Schwangeren eine Impfung empfohlen, denn auch sie haben ein erhöhtes Risiko für Krankenhauseinweisungen bei einer Grippe. Die Impfung hat dabei eine doppelte Wirkung: Auch das Kind profitiert, während der Grippesaison, vom Impfschutz der Mutter auch über den Zeitpunkt der Geburt hinaus.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt eine Impfung auch Menschen, die in Bereichen mit häufigem Publikumsverkehr arbeiten.

Die Viren sind weltweit verbreitet und können sich leicht verändern. Die jährliche Impfung ist die beste Möglichkeit sich und andere gegen eine Grippe zu schützen. Sie verringert das Risiko überhaupt zu erkranken oder schwere Komplikationen zu erleiden. Der optimale Zeitraum für die Grippeimpfung ist der Monat November. Für die, die noch nicht geimpft sind, ist aber auch noch eine Impfung im Dezember oder in den ersten Januarwochen möglich.

Häufig wird die Frage gestellt, ob die Impfung eine Grippeerkrankung auslösen kann. Die übliche jährliche Grippeimpfung mit inaktiviertem Impfstoff (Totimpfstoff) enthält keine vermehrungsfähigen Viren und kann daher keine Grippeerkrankung hervorrufen. Die Beschwerden, die nach der Impfung entstehen, hängen mit zwei Umständen zusammen. Zum einen wird in der Erkältungssaison geimpft, so dass es passieren kann, dass Geimpfte zufällig zeitgleich eine Erkältung bekommen und die Impfung dafür verantwortlich machen. Zum anderen können nach der Impfung Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Muskelschmerzen auftreten. Hierbei handelt es sich um unspezifische Impfreaktionen, die in der Regel nach wenigen Tagen wieder abklingen.

Der seit diesem Jahr neu auf dem Markt befindliche Lebendimpfstoff für Kinder und Jugendliche, der in die Nase gesprüht wird, bringt ein sehr geringes Übertragungsrisiko von Impfviren auf stark immungeschwächte Personen mit sich. Für Erwachsene ist ein solcher nasaler Lebendimpfstoff bisher nicht zugelassen.

Schützen Sie sich und andere und lassen Sie sich gegen Influenza impfen, kommen Sie gut durch den Winter und bleiben Sie gesund.

Ihr Fachdienst Gesundheit